Unser neuer Diakon Bernd Rosenthaler stellt sich vor
Seit August ist Bernd Rosenthaler neuer Diakon unserer Kirchgemeinde. Im Interview erzählt er, was ihn geprägt hat, wofür er brennt – und warum man ihn fast immer mit Block, Stift oder einem Lachen antreffen kann.
Salome Lohner
Im Gespräch mit unserem neuen Diakon, Bernd Rosenthaler:
Bernd, woher kommst du und was hat dich geprägt?
Ich lebe mit meiner Frau und unseren zwei erwachsenen Söhnen in Winterthur. Aufgewachsen bin ich in Basel, gewohnt habe ich an verschiedenen Orten in der Schweiz – und eine wichtige Zeit in Ruanda verbracht.
Wie sah dein beruflicher Weg aus?
Ich habe Theologie studiert und war viele Jahre in der Öffentlichkeitsarbeit tätig, unter anderem bei Open Doors, einem Hilfswerk für verfolgte Christinnen und Christen. Irgendwann wurde mir klar: Ich möchte nicht nur über Projekte reden, sondern Menschen direkt begleiten und mit ihnen gemeinsam wachsen.
Seit wann bist du bei uns und was liegt dir besonders am Herzen?
Seit Anfang August bin ich Teil der Kirchgemeinde. Mein Schwerpunkt liegt in der Erwachsenenarbeit: Gruppen fördern, Glaubenskurse anbieten und Treffen für Begegnungen ermöglichen und begleiten. Mir ist wichtig, Orte zu schaffen, an denen Menschen Glauben und Gemeinschaft vertiefen können – wo Seelsorge ihren Platz hat, Fragen willkommen sind und wir miteinander wachsen. Manchmal braucht es Geduld, besonders wenn es (noch) keine Antwort gibt. Dies auszuhalten ist nicht immer leicht, aber wichtig. Gerade dann bin ich dankbar, Teil eines guten Teams zu sein.
Was begeistert dich?
Menschen zu begegnen und mitzuerleben, wie sie über sich hinauswachsen. Wenn jemand etwas entdeckt, das er oder sie sich nie zugetraut hätte, ist das ein Geschenk – gerade wenn wir zusammen spüren, was Gott in ein Leben hineingelegt hat.
Wofür brennst du, beruflich und persönlich?
Mich bewegt, Menschen zu ermutigen, ihren Platz zu finden – im Glauben wie im Alltag. Privat liebe ich die Vielfalt von Kulturen und Sprachen. Neues zu lernen gehört für mich einfach dazu.
Wo siehst du Chancen für unsere Kirchgemeinde?
Mein erster Eindruck: Hier gibt es viele engagierte und begabte Menschen. Ich suche nach Wegen, dies zu fördern und die Möglichkeit zu bieten, dass diese ihre Ideen und Begabungen einbringen können.
In der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund sehe ich Potenzial. Ich bin aber noch frisch hier und höre erst mal aufmerksam zu – das gehört für mich zum Lernen dazu. Mit der Zeit werde ich sicher ein klareres Bild gewinnen, welche Chancen wir gemeinsam ergreifen können.
Hast du eine Eigenart, auf die sich das Team einstellen darf?
(lacht) – Ich lache sehr gerne, manchmal auch über meine eigenen Patzer. Und: Ich mache mir oft Notizen, um gute Gedanken und Anregungen festzuhalten. Darum sieht man mich fast immer mit Block und Stift – oder beim Diktieren ins Handy. Mein WhatsApp ist entsprechend gut gefüllt.
Was sollten wir sonst noch über dich wissen?
Energie tanke ich, wenn ich mit Menschen unterwegs bin und erlebe, wie sie sich entfalten. Büroarbeit versuche ich gerne schnell und unkompliziert zu erledigen – damit mehr Zeit für Menschen bleibt.
Ich lerne selbst täglich dazu – besonders Geduld und Zuhören, gerade wenn es mal nicht so rund läuft. Genau das macht Gemeinde für mich lebendig und ehrlich.
Hast du ein Wort, das dich begleitet?
Mich trägt der Gedanke: Jesus baut seine Gemeinde, nicht ich. Das nimmt Druck weg und schenkt Freiheit. Für mich ist es ein Abenteuer und ein Vorrecht, zu erleben, was Jesus wirkt.
Worauf freust du dich besonders?
Ich freue mich auf viele Begegnungen – und darauf, mit euch gemeinsam neue Wege zu gehen und Neues zu entdecken.
Wir freuen uns auch und wünschen dir weiterhin einen guten Start, Bernd!
Vielen Dank für deine Bereitschaft, ein Interview zu geben.
Die Fragen stellte Salome Lohner