Christoph Casty

Seniorenferien 2022 in Davos Dorf

06 Gruppenbild (Foto: CC)

Wir sind in Davos in den Ferien und senden euch jeden Tag einen Gruss und einige Bilder
Christoph Casty
Unser Car war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Kofferraum bis auf den letzten Centimeter ausgelastet. Kein Wunder, dass der Motor bereits am Ricken stotterte. Aber Peter Rutz brachte uns dennoch sicher in die Berge. Nach intensivem Regen beim Walensee begrüsste uns in Davos die Sonne. Dies nutzten wir für einen ersten Spaziergang dem See entlang. Reisen und Höhenluft machen müde. Dennoch war noch die Energie da für eine Kennenlernrunde. So sind wir uns nun ein Stück weit vertrauter geworden. Aber dann geht es früh ins Bett. Und noch einen kurzen Blick auf die Karte, die den Blick mit unserem Wochenthema erwidert.

Sonntag: Wir nehmen am Gottesdienst von Pfrn Hannah Thullen in Davos Dorf teil. Sie beeindruckt uns mit ihrem Humor und schönen Gestaltung des Gottesdienstes rund um das Gleichnis vom barmherzigen Samaritaner. Wir dürfen vor dem Gottesdienst eine Kerze am Lichterbaum entzünden, der eben erst eingeweiht wurde.
Der Himmel klärte bald nach dem Gottesdienst auf. So blieb vor der Besichtigung des Bauernhofs der Familie Büchi noch Zeit für eine Wanderung um den See.
Der innovative Bauer erzählte von seinem Projekt Gänse am See und der Umstellung seiner Schafzucht auf alte einheimische Rassen. Als Bauer in einem Tourismusgebiet erlebt man viel. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein selbsternannter Tierschützer der Polizei anruft, weil er empört ist, dass die Schafe bei Regen auf freiem Feld ausgesetzt werden.
Wir geniessen als Zvieri die feinen Produkte des Hofs. Den Abend lassen wir mit einer Spielrunde ausklingen und einem Impuls von Ruth Haller.

Montag: Mein Notebook verliert die Fähigkeit sich mit dem Internet zu verbinden. Via Smartphone kann ich einige Zeilen schreiben, aber das Hochladen der Bilder scheitert an technischen Hürden. Nichtsdestotrotz geniessen wir den sonnigen Tag mit einer kleinen Wanderung von Klosters zur Alp Garfiun, wo wir von freundlichem Personal mit Bündner Spezialitäten verwöhnt werden. Die Rückfahrt machen wir mit der Kutsche, vorbei an weidenden Kühen, Wildbächen und Bäumen, denen der trockene Sommer scheinbar nichts anhaben konnte. Am Abend kam Hanna Casty mit einer Klosterser Freundin zu Besuch und animierte uns zu Kreistänzen. Wer das Tanzbein nicht mehr schwingen mag, schaute zu. So schliesst der Tag so zufrieden, wie es Jakob war, von dem wir am Morgen sagen hörten: Du hast mich freundlich angesehen.

Dienstag: Noch einmal werden wir von einem blauen Himmel verwöhnt. Wieder beginnen wir den Tag mit einer Andacht. Diesmal schauen wir die Schöpfungsgeschichte genauer an. Erstaunlich, wie wichtig es da ist, hinzuschauen und Wertschätzung zu schenken. Davon animiert fahren wir auf die Schatzalp und nehmen uns Zeit für die schönen Blumen im Alpengarten und die interessante Geschichte des alten Hotels. Am Abend nehmen wir uns Zeit für Spiele. Wir konnten dabei herzhaft lachen und spüren: Das Leben macht Freude.

Mittwoch Die Mesmerin vom Kirchli Sertig ist so flexibel, dass wir bereits heute und nicht erst am Donnerstag unseren Gottesdienst dort oben auf 1850 Meter Höhe feiern können. Peter führt uns sicher mit dem Car die schmale Strasse hoch. Die Zeit reicht noch für den Spaziergang zum Wasserfall. Nach der Feier geniessen wir ein "Zmaränd" im "Bergführer". Das beste kommt zum Schluss dachten sich einige und nahmen am Nachmittag noch den offenen Wagen im Nostalgiezug und ratterten durch Tunnels und über Brücken Filisur entgegen. Am Abend können wir uns City Lights von Charles Chaplin ansehen, da es endlich mit der Technik klappte. Ein bewegender Film, der gut zu unserem Thema passt.

Donnerstag Das Wetter ist noch immer überraschend sonnig, aber es hat doch auch drohende Wolken. Wir sitzen wieder zusammen um eine Geschichte aus der Bibel auf uns wirken zu lassen. Was Scham ist und bewirkt steht im Zentrum und gibt unserem Wochenthema mehr Tiefe. Anschliessend teilen wir uns auf: die einen gehen Baden andere nochmals wandern und dritte betätigen sich kulturell mit einem Museumsbesuch. Der letzte Abend geht mit Musikwünschen und einer besinnlichen Runde zu Ende. Schade, dass Morgen bereits Packen und Heimreise auf dem Programm steht.
Wir sind Gott dankbar für die gute Gemeinschaft, Bewahrung vor Unfällen und ein Wetter, das immer viel besser als die Vorhersage war.
Bereitgestellt: 14.09.2022     Besuche: 208 Monat