Christoph Casty

Konflager 2021 - der Mittwoch

Wandern in der Gruppe macht Spass (Foto: CC)

kreativ und Schuhsohlenverschleiss
Christoph Casty
Die Band ist überglücklich, dass der gestern angereiste Jeremia das Kabel für das Keyboard mitgebracht hat. So können wir das Morgenplenum im grossen Saal abhalten und die Lieder klingen noch besser. Markus Lohner erzählt in seinem Input vom englischen Sprinter, Eric Liddell, der 1924 auf das sichere Olympiagold verzichtete, weil er am Sonntag kein Rennen laufen wollte und so seinen Respekt vor Gott ausdrückte. Bis zum Mittagessen können die Könfis und LeiterInnen noch einmal ihre Kreativität unter Beweis stellen und übertreffen dabei alle Erwartungen. Das Lagerthema „Läbe“ wird originell, sorgfältig und echt schön umgesetzt. Und bei der Präsentation wird deutlich, dass hinter jedem Kunstwerk eine spannende Auseinandersetzung mit dem Thema steht. Dementsprechend zufrieden stärken wir uns beim besonders feinen Mittagessen für den Nachmittag. Dieser bietet zuerst einen Stadtbummel durch Neuchâtel mit seinen Jugendstil Häusern und einem fast mediterranen Flair und dann eine Wanderung von Bevaix zurück zum Camp. Diese hätte eigentlich dem See entlang führen sollen, was bei dem hohen Seespiegel nicht möglich ist. So geht es ein wenig in die Höhe durch die Reben und Weizenfelder und Wälder, was vielleicht noch schöner ist. Wandern heisst auch, viel Zeit für Gespräche und lachen und zum Sound der portablen Boxen tanzen und Mücken jagen.

Nach 2/3 des Marsches kommen wir an eine Feuerstelle, wo Thierry, Nina und Josua bereits am Vorbereiten der Grilladen sind. Wir nutzen die gute Stimmung und schreiben in den Lagergruppen die angefangenen Geschichten fertig. Morgen werden sie als Theater präsentiert.
Der letzte Wegabschnitt geht dem (beinahe) Vollmond entgegen. Wenn es diesmal auch keine Creux du Van Besteigung war, wir gehen zufrieden und müde ins Bett … früher oder später

Und dann gibt es auch noch schwierige Momente, weil das Leben nicht immer gerecht zu uns ist. Verletzungen, die aufbrechen, Tränen fliessen. Und es braucht ein offenes Ohr und andere, die mitweinen und mittragen. Gut, dass das hier möglich ist und wir einen Gott haben, der tröstet.
Bereitgestellt: 24.07.2021     Besuche: 140 Monat