Thomas Rau

Beeindruckend: "Der Preis des Goldes"

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Beeindruckend war das Theaterstück: «Le Prix de l’Or» im Kontext der Konzernverantwortungsinitiative, das am Mittwochabend im kath. Pfarreizentrum mitzuerleben war.
Voraussichtlich im nächsten Frühling haben Schweizerinnen und Schweizer Gelegenheit, über die Konzernverantwortungsinitiative abzustimmen. Die Initiative will, dass Konzerne mit Sitz in der Schweiz auch in Ländern, in denen sie selbst oder ihre Tochterfirmen tätig sind, den Schutz der Menschenrechte und Umweltstandards einhalten müssen. Anders als heute, soll das für die Konzerne in der Schweiz in Zukunft nicht mehr freiwillig sein, sondern durch das Gesetz vorgeschrieben. «Le Prix de l’Or» zeigt anschaulich, welche Geschichten und Dramen sich hinter der Goldgewinnung abspielen.
Daniel Wiederkehr, bereitgestellt von Th.Rau
Gold hat seinen Preis und der wird jeden Tag neu verhandelt.

Das Theaterstück «Le Prix de l’Or» (Inszenierung Roger Nydegger) handelt von der Goldgewinnung in Burkina Faso und dem Weg des Goldes in die Schweiz – und zeigt exemplarisch die vielschichtige Problematik des globalen Rohstoffhandels auf.
«Le Prix de l’Or» ist politische Komödie und Lehrstück in einem für Jugendliche (ab 14 Jahren) und Erwachsene. «Le Prix de l’Or» räsoniert in französischer, deutscher und afrikanischen Sprachen über Konzernverantwortung, über schlechte Regierungsarbeit, über Menschenrechte und über die Gier nach Gold.

Starker Tobak, leicht erzählt mit Livemusik, Tanz und Gesang und einer grossen Portion Humor.
Der Goldrausch, der das Land im Griff hat, breitet sich immer weiter aus. Wer nicht in einer industriellen Mine arbeitet, versucht sein Glück in einer wilden. Intakte Dörfer werden, mit Versprechungen auf bessere Lebensumstände, umgesiedelt. Mit gravierenden Folgen. Die Entwurzelung, der Verlust des angestammten Bodens und die Missachtung ethnischer Befindlichkeiten bringen das Gleichgewicht in der Bevölkerung und in den politischen Behörden in eine bedrohliche Schieflage. Denn alles drängt, am Golde hängt auch die Frau Pfarrer, der Herr Imam, der Herr Dorfvorsteher, die Frau Minendirektorin, der Herr Politiker aus der Schweiz und dergleichen Akteure mehr. Die Schauspielerinnen und Schauspieler schlüpfen in verschiedene Rollen. Der Dorfvorsteher ist sowohl weiss wie schwarz, Mann wie Frau, europäisch wie afrikanisch. So werden Klischees umgebogen, Autoritätsfiguren der Lächerlichkeit preisgegeben und der Komik Platz geboten. Das Gold mit seinen sagenhaften Gewinnen zieht alle in seinen Bann. Kurzfristig. Denn langfristig sind die Gewinner: die Korruption, die internationalen Minenkonzerne, die Schweizer Goldraffinerien. Als Verlierer stehen die einheimische Bevölkerung und die geschändete Natur da.

Weitere Auskunft:
Daniel Wiederkehr, Fastenopfer, Theologie, Bildung, Politik, Telefon 079 402 43 28, Mail wiederkehr@fastenopfer.ch

Das Hilfswerk der evang. Kirchen der Schweiz (HEKS) unterstützt die Konzernverantwortungsinitiative.

Bereitgestellt: 02.11.2018     Besuche: 28 Monat 
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